Rennsport

 

Sepp Stalder und seine Alpine A310 V6

 

Seit Jahren kennen viele Alpine-Fahrer den schnellen Schweizer Sepp Stalder von den 2-tägigen Fahrlehrgängen zu Ostern auf dem Hockenheimring (D), organisiert vom Alpine-Club "Le Turbot".

Seit vielen Jahren tritt er dort, mit einer wieder über den Winter modifizierten, schnellen und top-hergerichteten A310 V6 an, oft zusammen mit seinem Sohn Rinaldo und Bruno Ineichen, einem langjährigen Freund aus Menziken, beide natürlich auf einer A310 V6.

Zudem besuchte Sepp mit seiner A310 V6 auch immer wieder Bergrennen.

 

Text und Bilder durften mit freundlicher Genehmigung der Alpine-Post, Magazin für alle Renault-Alpine-Freunde übernommen werden.

 


 

Renault 5 Turbo - Restauration im Korsika Look 1982

 

Othmar Schwizer ist von dem Konzept Mittelmotor total fasziniert

 

Irgendwann im Herbst 2002, wo auch immer, kaufte ich den Renault 5 Turbo. Immer schon wollte ich so etwas Spezielles besitzen, weil das Konzept, einem Auto den Motor in die Mitte einzubauen, der eigentlich vorne hingehört, mich total faszinierte. Ich wollte den R5 Turbo eigentlich nur für eine kurze Zeit behalten und ihn gleich wieder verkaufen. Aber das Teil lief derart schlecht und war dermassen verbastelt, ich brachte es beim besten Willen nicht übers Herz ihn in diesem Zustand zu verkaufen. Aber was machen mit dieser Häx! (Kose- und Übernahme für den R5 Turbo) Das Problem löste sich beinahe von selber, nachdem ich meine sehr schnelle Alpine A310 im Herbst 2004 auf dem Circuit "Anneau du Rhin" aufs Dach legte und sie einen Totalschaden erlitt.

Die Häx wollte ich beim Fahrlehrgang Ostern 2005 auf dem Hockenheim-Ring einsetzen, und zwar so, dass man sie zeigen durfte und auch ansprechend schnell sein sollte. Das grosse Staunen begann erst jetzt, als ich eine riesengrosse Ersatzteil-Bestellung machte und mehr als die Hälfte der Teile nicht mehr lieferbar waren. Das hat Nerven, Zeit und Geld gekostet, diese Ersatzteile zu besorgen! Aber meine Kollegen und ich liessen am Projekt "Häx" nicht mehr los. Den Motor habe ich mit 77mm Stahlbuchsen und Nusa Kolben ausgestattet, eine Spezial-Nockenwelle eingebaut, den Zylinderkopf bearbeitet. Beim Turbolader die Turbo-Geometrie geändert und einen Spezial Ladeluftkühler eingebaut. Damit nun die PS auf die Strasse kommen, haben wir noch eine Zweischeiben Sintermetall-Kupplung eingebaut. Das war ja alles schön und gut, aber die Zeit lief uns gnadenlos davon und bald mussten wir einsehen, dass das mit Ostern 2005 nichts wird. Denn was nützt ein schneller Motor, wenn das Fahrwerk und die Bremsen nicht dazu passen. Aber das konnten wir dann auch noch lösen. Im Sommer 2005 brachte ich den R5 Turbo meiner Kollegin an den Bodensee, die mir ein kostengünstiges und sehr schönes Interieur einbaute. Dann kam der Herbst und nun stand die Lackierung an. Nach tagelangem Schleifen und Spachteln, konnte der R5 Turbo zum Winteranfang lackiert werden. Die Aussenlackierung sollte nach meiner Vorstellung im gelb/weissen und schwarzen Monte Carlo Rally Look sein. Mitte Dezember war die Endmontage: Haube, Scheinwerfer und die Türen wurden montiert. Alles lief jetzt nach Plan, nur das wir im Januar bis Ende Februar sehr viel Schnee hatten. Die Folge: das Rollout verzögerte sich endlos hinaus. Gegen Mitte März war es dann soweit für die erste Testfahrt. Abgesehen von ein paar Aussetzern, war alles im grünen Bereich. Jetzt musste ich ein paar hundert Kilometer zurücklegen, um den Motor optimal einzufahren. 

Am Ostersamstag 2006 ging es mit dem Anhänger Richtung Deutschland zum Fahrlehrgang auf dem Hockenheim-Ring, mit dem Ziel, meine mittlerweile schöne "Häx", wieder ganz nach Hause zu bringen. Am Ostersonntag lief alles zu meiner Zufriedenheit, einzig das Fahrverhalten war ein bisschen tückisch: andauernd wollte mich das Heck überholen. Wir probierten alles um das Problem in den Griff zubekommen, stellten Spur und Sturz ein, korrigierten dann den Luftdruck. Aber alles half nichts. Auch am Ostermontag lief sie wie am Schnürchen, einzig das Fahrverhalten blieb gleich. Dadurch fuhr ich im Zeittraining nur eine sehr mässige Rundenzeit. Aber wir waren alle zufrieden, mein R5 Turbo hatte das Osterwochenende heil überstanden. Mittlerweile haben wir ihm noch einen Omp Fia geprüften Überrollkäfig eingebaut und eine Diff. Sperre. Zuletzt beklebten wir den R5 Turbo wie er 1982 bei der Rally Korsika eingesetzt wurde.

 

Text und Bilder durften mit freundlicher Genehmigung der Alpine-Post, Magazin für alle Renault-Alpine-Freunde übernommen werden.


 

Gute Zeiten, schnelle Zeiten

 

Othmar Schwizer und seine Alpine A310/6

 

Othmar Schwizer wollte an Ostern 2005 unbedingt auf dem Hockenheim-Ring wieder dabei sein, darum zog er die Restauration des R5 Turbo "Häx" vor. Othmar war auch mit dem R5 Turbo immer bei den Schnellsten. Aber die Alpine A310/6 fehlte ihm doch und so ging es 2008/2009 an den komplett neuen Aufbau. Da die Konkurrenz nun von anderen sportlichen Fahrzeugen bestimmt wurde, war ihm klar, dass er seine A310/6 von grundauf technisch verbessern musste, um mitzuhalten. Und das ist mehr als gelungen, da Othmar bei den Zeiten auf dem Hockenheim-Ring immer unter den 20 Schnellsten zu finden ist und das bei den Boliden die derzeit mitmischen. Die A310/6 Konkurrenz aus den eigenen Reihen hat Othmar immer souverän im Griff. In so eine standfeste und sauschnelle A310/6 mussten natürlich gute Zutaten verbaut werden. Die Karosserie seines Totalschaden war nicht mehr zu restaurieren und mit Glück fand er eine gebrauchte Karosserie bei einer Radtour nur 10 km vom Bauernhof seiner Eltern für nur Chf 800.00. Glück muss man bei so einer Vollrestauration auch haben. Der Rahmen war in Ordnung wie auch der Motor. Beim angeblich defekten Getriebe war nur der Silentblock an der Schaltgabel auszuwechseln. Im Winter 2008 wurde die A310/6 demontiert und das Fahrzeug komplett zerlegt, bis auf den Rahmen. Für die Lackierung wählte Othmar das Gelb des Mazda RX8. Das kurze Getriebe erhielt ein Torsen-Differential. Der Motor wurde mit 200 standfesten PS bei einer Drehzahl von 8'000 eingebaut, bestückt mit Mahle-Kolben und einer Albert-Nockenwelle. Weiterhin wurden 2x3-fach 40er Weber-Vergaser IDA verbaut. Die Verdichtung liegt bei 12:1. Devil-Fächerkrümmer und ein Ansa-Auspuff ergeben einen sonoren sportlichen Ton. Für die gute Strassenlage sorgt ein Koni-Reischl Fahrwerk mit Eibach-Federn, verstärkt durch Zugstreben und Querlenker in Unibal gelagert. Wer so schnell unterwegs ist, benötigt natürlich auch eine gute Bremsanlage. Für die nötige Verzögerung sorgt vorne eine Bremse von AP-Racing und hinten von Wilwood.  Die Schuppe und der Heckspoiler sind aus Carbon gefertigt. Wo die Form herkommt bleibt sein Geheimnis. Die Front ist mit einem Fleischmann-Spoiler bestückt. Innen ist die A310/6 natürlich sportlich leicht, mit Carbon-Sitzschalen von Car-Sport und 4-Punkt-Hosenträgergurten von Sabelt. Natürlich ist ein Überrollkäfig von Heigo verbaut.

 

Text und Bilder durften mit freundlicher Genehmigung der Alpine-Post, Magazin für alle Renault-Alpine-Freunde übernommen werden.


Download
Möchtest du als Beifahrer in Othmar's Alpine A310/6 auf dem Hockenheim-Ring eine Runde machen?
Klick auf den Film und los geht's!
Viel Vergnügen!
Alpine A310 auf dem Hockenheimring .mp4
MP3 Audio Datei 30.1 MB